Redaktioneller Fachbeitrag / Branchen-Analyse (Fachartikel)

Realitäts-Check für Druckluftsysteme: Welche Druckluftklasse nach ISO 8573-1 erfüllt die Lebensmittelbranche wirklich?

Druckluft ist in der Lebensmittelherstellung als „vierte Nutzanwendung“ unverzichtbar. Doch zwischen normativen Zielvorgaben und der tatsächlichen Praxis im Betrieb besteht oft eine Lücke. Das spezialisierte Prüflabor MQV LABOR hat für das Jahr 2026 eine wegweisende Erhebung veröffentlicht, die auf realen Messungen an 64 unterschiedlichen Produktionspunkten basiert.

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

  1. Höchste Zuverlässigkeit beim Restölgehalt:Die Ergebnisse zur Ölabscheidung zeichnen ein äußerst positives Bild der Branche. Nahezu alle überprüften Anlagen (98,4 %) erfüllen die strengste Druckluftklasse 1 gemäß ISO 8573-1. Moderne Aufbereitungstechnologien wie Aktivkohlefilter und ölfrei verdichtende Systeme arbeiten somit hochgradig verlässlich.
  2. Optimierungspotenzial bei der Partikelfiltration:Weniger homogen fällt die Auswertung bei den Feststoffpartikeln aus. Die typischen Druckluftklassen liegen hier bei Klasse 3 (42,2 %) und Klasse 4 (25,0 %). Auffällig ist jedoch, dass knapp ein Zehntel aller Messpunkte Klasse >5 aufweist. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Überwachung und Wartung der Filterelemente.
  3. Dominanz von Kältetrocknern beim Drucktaupunkt:Mit über 64 % führt Klasse 4 die Auswertung bei der Feuchtigkeit klar an. Für Produktionsprozesse, die extrem trockene Luft benötigen, reichen Kältetrockner nicht aus – hier ist der gezielte Einsatz von Adsorptionstrocknern erforderlich.

Fazit für Qualitätsmanager:

Die Daten von MQV LABOR liefern wertvolle Referenzwerte für die eigene Risikobewertung und Anlagenspezifikation. Die vollständige Auswertung mit allen Diagrammen und Prozentwerten ist direkt bei MQV LABOR einsehbar: https://qualifizierung-validierung.de/iso-8573-1-druckluftklassen

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